Schadstoffe in Innenräumen – Normgerechte Raumluftmessung, Analyse und Bewertung
Zu den häufigsten innenraumrelevanten Schadstoffen zählen:
- Holzschutzmittel (z. B. PCP, Lindan) aus älteren Baujahren
- Chloranisole als Abbauprodukte chlorierter Holzschutzmittel, häufig Ursache von Fertighausgeruch
- Flüchtige organische Verbindungen (VOC / TVOC) aus Baustoffen, Möbeln und Sanierungen
- Aldehyde, insbesondere Formaldehyd, aus Holzwerkstoffen und Klebern
- Carbonsäuren wie Essigsäure oder Hexansäure aus Holz und Holzbauteilen
Normen und Regelwerke
- DIN ISO 16000 (Reihe zur Messung von Schadstoffen in der Innenraumluft)
- DIN 68800 (alte Fassungen) zum historischen Einsatz chemischer Holzschutzmittel
- VDI-Richtlinien zur Probenahme und Innenraumhygiene
- Leit-, Richt- und Vorsorgewerte des Umweltbundesamtes (UBA, 2024-04)
Je nach Objekt, Baujahr und Fragestellung kommen etablierte Messverfahren zum Einsatz, darunter:
Raumluftmessungen mit aktiver oder passiver Probenahme
- Material- und Oberflächenproben zur Ursachenklärung
- Laboranalysen mittels GC/MS, HPLC oder vergleichbarer validierter Verfahren
Die Auswahl der Messmethode erfolgt objektbezogen und zielgerichtet, um belastbare Ergebnisse zu erhalten.
Fachliche Bewertung und Nutzen
Die Messergebnisse werden transparent dokumentiert und fachlich bewertet. Ziel ist die klare Unterscheidung zwischen:
- baualters- oder nutzungsbedingten Emissionen
- gesundheitsrelevanten oder sanierungsbedürftigen Belastungen